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Eurasier und der Jagdtrieb

Apropos Jagdtrieb

Ich gehöre zu denjenigen, die es gar nicht gut finden, dass Hunde Mäuse oder andere Tiere fangen. Bevor wir einen Hund hatten, bin ich auch gar nicht auf die Idee gekommen, dass so etwas passieren könnte, weil ich damals keinen Hund kannte, von dem mir ein solches Verhalten bekannt geworden wäre.

Als sich dann mein Dennie zum stattlichen Jugendlichen entwickelte, fing er an, sich für Mäuse zu interessieren. Der Mäuselsprung sah auch wunderschön aus. Trotzdem war mir etwas mulmig zumute, aber alle Leute meinten, ich solle ihn ruhig lassen, denn fangen würde er eh keine Maus. Weit gefehlt! Die erste Maus ließ nicht lange auf sich warten. Und mein junger Rüde war so stolz! Seine Augen leuchteten noch um einige Watt mehr als sonst! Und – ich gebe es zu: auch ich war stolz! Aber nur heimlich. Ich wollte meinen Hund nun nicht schimpfen, gelobt habe ich ihn aber auch nicht. Die Maus wurde totgespielt, ich hatte ein schlechtes Gewissen wegen der Maus und fertig. Zwei Tage später hatte er wieder eine Maus! Ohne großes Geplänkel, ein Sprung, die Beute ist sichergestellt. Dieses Mal habe ich ihn aufgefordert, die Maus fallen zu lassen. Hat auch geklappt, aber nur um sie sofort wieder zu fangen. Auch diese Maus musste ihr Leben lassen. Die nächsten Mäuse hat er mir dann gar nicht mehr gebracht, sondern ist in sicherem Abstand auf dem Feld neben mir hergelaufen (mit Maus). Ich habe mir den Kopf zerbrochen, wie ich ihm das wieder abgewöhnen könnte, kam aber zu keinem sinnvollen Schluss.

Eines Tages, mein Hund war im Garten, höre ich ein wildes Vogelgeschrei. Ich starte in den Garten – und was sehe ich? Dennie hatte eine Amsel im Maul!! Mich hat fast der Schlag getroffen und ich war stinksauer, entsetzt, verzweifelt ohne die geringste Spur von Stolz. Dennie musste die Amsel fallenlassen, ins Haus gehen und ich wollte nichts mehr von ihm wissen. Außerdem musste ich mich ja um den Vogel kümmern.

Seit diesem Tag hat Dennie nie wieder eine Maus gefangen (ich muss auch auf den Anblick der wunderschönen Sprünge verzichten) geschweige denn einen Vogel. Ich denke mein Ärger war so echt, dass er den nie wieder auf sich ziehen wollte. Und bei seinen Mausjagden hatte er immer auch den kleinen Stolz in meinem Hinterkopf gespürt.

© Brigitte Schlee

Es darf gelächelt werden

Auf dem Heimweg schaue ich immer wieder unseren Hund an und denke dabei an die letzte knappe Stunde: 15 Mäuse. So viele in so kurzer Zeit hatte er noch nie erwischt, das war sein persönlicher Rekord. Entweder gibt es zurzeit massenhaft Mäuse oder die Mäuse sind zu dumm und lassen sich einfach fangen oder unser Hund ist ein guter Mäusefänger. Und dann fiel mir ein Gespräch ein, das ich mit einem Hundebesitzer während unserer morgendlichen Runde führte. Er zeigte auf unseren damals drei Monate alten Hund und fragte:

„Was ist das denn für einer?“
„Ein Eurasier.“
„Aha!!- (Pause). Wollte den die ganze Familie haben?“
„Nein, unser Sohn nicht.“
„Was wollte der denn haben?“
„Einen Golden Retriever.“
„Und den wollten Sie nicht?“
„Nein.“
„Und warum nicht?“
„Man sagte mir, ein Retriever jagt. Und ich wollte keinen Hund der jagt!“

15 Mäuse in knapp einer Stunde ... ein leises, weises Lächeln ist gestattet.

- nach oben -© Erika Heumisch

Eurasiergeschichten

 

Oshi-Mae´s Frauchen liest Geschichten

 

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