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Ratgeber Ernährung - Rohproteingehalt

Momentan empfohlene Rohproteingehalte für unsere Eurasier:

Oshi Mae geniesstWelpen bis zur 8. Lebenswoche ca. 28 - 30 %
3. - 6. Lebensmonat Juniorfutter mit 22 - 24%
6. - 8. Lebensmonat 20-22%

Erwachsenenfutter für einen gesunden Hund, ohne spezielle Beanspruchung mit minimal 18 und maximal 25% RP. Dies hängt aber auch von der individuellen Proteinverträglichkeit und dem Proteinbedarf des einzelnen Hundes ab!

Fette/Lipide unterteilen sich zum einen in pflanzliche (Öle) und tierische (hochwertig: Lamm- und Geflügelfett) und zum anderen in gesättigte und ungesättigte Fettsäuren. Sie sind wichtige Zellbestandteile und Energielieferanten. Sie ermöglichen erst die Aufnahme der fettlöslichen Vitamine und der Anteil der mehrfach ungesättigten Fettsäuren ist ein wichtiger Baustein für den Erhalt eines intakten Immunsystems.
Ungesättigte Fettsäuren wirken positiv auf Entzündungsvorgänge ein und sorgen auch mit für Hautgesundheit. Optimale Verhältnisse der Omega 3 zu Omega 6 Fettsäuren (Linolsäure) zeigen beispielsweise kaltgepresstes Rapsöl, Distelöl, Leinöl, Hanföl und Walnussöl auf. Diese Öle haben keinen endlosen Bearbeitungs- und Erhitzungsprozess hinter sich, so wie viele wertlose Speiseöle. Deklariert werden diese Fette (tierisch und pflanzlich) unter der Bezeichnung „Rohfett“. Dieser Wert sollte bei minimal 8 und max. 13% angesiedelt sein. Beim Welpenfutter maximal 16%. Sie sollten sich also vergewissern, dass dem Futter kein minderwertiges Fett, wie Knochenfett, Mineralöl, Fritierfett oder Talg zugesetzt ist. Der Überbegriff „tierische Fette“ verbirgt, welche Fette verwendet werden. Werden nur solche Überbegriffe genannt, fragen Sie genau nach!

Der Kohlehydrat-/Ballaststoffanteil (Rohfaser) besteht optimalerweise aus Vollkornprodukten von Reis, Hafer, Hirse, Dinkel, Gerste undfrischem Gemüse und Kräutern (Lauch, Karotten, Erbsen, Petersilie, Brennnessel, Birkenblatt...). Der Gesamtanteil an Kräutern und Gemüse sollte 40 % nicht überschreiten. Der Rohfasergehalt wird zwischen 2 und 4% angesiedelt. Zuwenig verzögert die Verdauungspassage- kann zu Verstopfung führen, zuviel wiederum beschleunigt dieselbe, kann das Gegenteil verursachen und eine optimale Nährstoffresorption verhindern. Gemäß den Weltmarktgesetzen in Bezug auf die Preisentwicklungen, werden dem Hundefutter leider zu oft in großen Mengen ganzer Mais, Weizen und andere Getreidesorten zugesetzt. Weltweit werden Mais, Soja und Weizen nahezu immer aus gentechnisch verändertem Saatgut hergestellt. Weizen, Mais und Soja, Maiskleber, Maisgluten u.ä. bilden oft den Hauptbestandteil des Futtermittels oder strecken viele Tierfutter. Ein zu hoher Anteil an Getreide und Mais kann Hunden mit Gelenkproblemen schaden und zu Allergien und allerlei Verdauungsstörungen führen. Hunde fressen Nager, sind aber keine! Hunde sind absolut keine Getreidefresser, ihre Verdauung ist darauf eigentlich gar nicht ausgelegt. Mais wird in der Rinderzucht im großen Stil als Mastfutter verwendet. Unsere Hunde aber sollen weder geschlachtet werden noch Milch geben! Gern wird in den Futterdeklarationen der Begriff „Cerealien“ dazu benutzt, Hochwertigkeit vorzutäuschen. Schauen wir hinter die Kulissen, sind diese Cerealien im Tierfutter aber oft nicht mehr als ein reines Abfallprodukt aus der Müsliherstellung. Erdnussschalen und andere „pflanzliche Nebenerzeugnisse“ können Sie getrost unter minderwertig abhaken.

Rohasche bleibt als anorganische Substanz übrig, wenn Futter bei einer hohen Temperatur verbrannt wird. Ein optimaler Rohaschegehalt liegt zwischen 4 und maximal 8 %. Zuviel Rohasche deutet darauf hin, dass zuviel Mineralstoffe und Abfallstoffe im Futter zu finden sind, zuwenig kann auf einen Mineralstoffmangel hinweisen. Lebenswichtige fett- und wasserlösliche Vitamine und Mineralstoffe (anorganische Nährstoffe/Spurenelemente) sind im besten Falle in natürlicher Form durch die guten, schonend verarbeiteten Rohstoffe im Futter vorhanden. Als natürlicher Zusatz sind Kräuter, Hefen oder Meeresalgen zugesetzt. In vielen ultrahoch erhitzten und eine Menge Verarbeitungsschritte durchlaufenden Futtermitteln überleben natürliche Vitamine kaum bis gar nicht. Demnach müssen künstlich hergestellte Vitaminmischungen zugesetzt werden. Diese werden von diversen Chemiefabriken synthetisch hergestellt. Bestimmte synthetische Vitaminvormischungen setzen wir unseren Hunden oft täglich in einer vom Hersteller vorgegebenen Tagesdosis vor, ohne Rücksicht darauf zu nehmen, ob diese Zufuhr der Gesundheit zu- oder abträglich ist. Bei der menschlichen Ernährung wird darüber nicht mehr diskutiert. Natürliche Vitamine sind den synthetischen vorzuziehen, allein schon wegen den unzähligen Mikronährstoffen. Übervitaminisierung kann auch sehr schädlich sein, denStoffwechsel und die Organe belasten.

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